Ankunft in Cagliari
Am 2. April landeten Dennis und ich in der sardischen Hauptstadt Cagliari. Unser Basislager für die nächsten Tage: das THotel – modern, ruhig und mit genug Parkplatz für unsere schwer bepackten KTMs. Vom ersten Moment an war klar: Das Wetter würde mitspielen. Blauer Himmel, milde Temperaturen, kein Wölkchen in Sicht. Willkommen auf Sardinien.
Rein ins Hinterland
Sechs der zehn Tage verbrachten wir abseits der Küste – im Inneren der Insel, wo Sardinien sein wahres Gesicht zeigt. Weitläufige Hochebenen, einsame Bergdörfer, Korkeichenwälder und Schotterpisten, die auf keiner Touristenkarte auftauchen. Genau das, wofür die KTM 790 Adventure gemacht ist.
Über 1000 Kilometer legten wir auf unbefestigten Wegen zurück. Mal breite Forstwege, mal kaum erkennbare Singletrails, die uns alles abverlangten. Die Durchquerung unzähliger Bäche und kleiner Flüsse gehörte zum Alltag – mal sehr klein, mal überraschend tief. Die Bikes schluckten es klaglos. Wir auch :-)
Verlassene Minen
Das sardische Hinterland birgt Geschichte, die man nicht aus Reiseführern kennt. Wir fuhren durch das ehemalige Bergbaugebiet, wo bis in die 1960er Jahre Blei und Zink abgebaut wurden. Die verlassenen Minenkomplexe – rostige Förderanlagen, verfallene Arbeitersiedlungen, Stollenöffnungen im Fels – stehen heute als stumme Zeugen einer harten Vergangenheit in der Landschaft. Faszinierend und ein bisschen unheimlich zugleich.
Technisch anspruchsvoll – und das war gut so
Wir wollen ehrlich sein: Einige Abschnitte waren wirklich fordernd. Steile, rutschige Abfahrten auf losem Untergrund, verwachsene Trails, die kaum noch als solche erkennbar waren, und Flussquerungen, bei denen man den Atem kurz anhielt. Die 790 Adventure ist für genau solche Momente gebaut – und bewährte sich auf ganzer Linie.
Dass am Ende beide Bikes und beide Fahrer heil geblieben sind, macht uns rückblickend genauso froh wie stolz. Kein grober Sturz, kein technischer Ausfall, kein Pannentag. Nur pure Freude am Fahren.
Fazit: Sardinien 3.0
Zehn Tage Sardinien haben Lust auf mehr gemacht. Die Insel hat uns mit ihrer Vielfalt überrascht: raue Berge, einsame Pisten, reiche Geschichte und beste mediterrane Küche – alles auf einer Fläche kleiner als die Schweiz. Wer abseits der Strandurlaube sucht, findet hier ein Paradies für Abenteuerreisende.
Dennis und ich sind uns einig: Das war nicht das letzte Mal.











